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Mineralöle

Mineralöle
Synonyme: MOAH, MOSH, Paraffine

Blickpunkt: Inhaltstoffe kosmetischer Mittel, die auf Mineralöl basieren, stehen im Hinblick auf sogenannte gesättigte Kohlenwasserstoffe („MOSH“) und aromatische Kohlenwasserstoffverbindungen („MOAH“) in der Kritik.

Was sind Mineralöle in Kosmetika?

  • Verschiedene Rohstoffe mit unterschiedlicher Konsistenz, z. B. flüssige Öle oder feste Wachse
  • Gesättigte, verzweigte oder unverzweigte Kohlenwasserstoffe, die aus Erdöl gewonnen oder synthetisch hergestellt werden
  • Vor der Verwendung in Kosmetika werden sie hochgradig gereinigt
  • Einsatz seit Jahrzehnten in Kosmetikprodukten wie z. B. in Cremes, Lotionen, Lippenstiften etc.

Welche Eigenschaften haben Mineralöle?

  • Lipophil (fettliebend), hydrophob (wasserabweisend) sowie hohe Haltbarkeit
  • Unlöslich in Wasser, schwer löslich in 100%igem Alkohol, mischbar mit Fetten, fetten Ölen und Wachsen
  • In flüssiger Form als „Paraffinöl“ bezeichnet
  • Klare, farblose, geruch- und geschmacksneutrale, viskose Flüssigkeiten

 Welche Aufgaben übernehmen Mineralöle in Kosmetika?

  • Filmbildend und wasserabweisend
  • Fördern die Glanzbildung auf der Haut (z. B. beim Lippenstift)
  • Geben Cremes eine gewisse Festigkeit
  • Schützen die Haut vor Feuchtigkeitsverlust

Was sind MOSH und MOAH?

  • MOSH (Mineral Oil Saturated Hydrocarbons): sogenannte gesättigte Kohlenwasserstoffe, zu denen alle in kosmetischen Mitteln eingesetzten Mineralöle zählen
  • MOAH (Mineral Oil Aromatic Hydrocarbons): sogenannte aromatische Kohlenwasserstoffverbindungen, die auch nach höchster Reinigung noch enthalten sein können

Welche Bedenken werden geäußert?

  • MOSH könnten die Haut durchdringen. Von einem Teil der MOSH weiß man, dass sie über die Nahrung leicht aufgenommen werden und sich im Körper anreichern können.
  • Einige Komponenten der MOAH könnten eine erbgutverändernde und krebserregende Wirkung

Was sagen die Experten?

  • Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)
    • Keine gesundheitliche Risiken bei der Anwendung mineralölhaltiger Kosmetika auf der Haut
    • Die Verwendung von Lippenstiften, die Mineralöle enthalten und die über den Mund in den Körper gelangen können, ist unbedenklich
    • Diejenigen MOAH, die in kosmetischen Mineralöl-Qualitäten vorkommen, sind unbedenklich

 INCI-Namen:

  • Paraffinum Liquidum, Paraffin, Petrolatum, Mineral Oil, Cera Microcristallina
  • Am häufigsten in der Kosmetik eingesetzt: Paraffinöl (INCI: Paraffinum Liquidum) und Vaseline (INCI: Petrolatum)

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