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Parabene (Konservierungsmittel)

Parabene (Konservierungsmittel)

Blickpunkt: Parabene werden als Konservierungsstoffe in kosmetischen Produkten eingesetzt, vor allem dann, wenn die Produkte Wasser enthalten. Ihre Verwendung in Kosmetikprodukten wurde in den vergangenen Jahren mit unerwünschten Auswirkungen auf die Gesundheit in Verbindung gebracht.

Was sind Parabene?

  • Konservierungsstoffe, die in Kosmetika für Haltbarkeit sorgen
  • Verhindern nach dem Öffnen der Produkte die Vermehrung von Bakterien und Pilzen (Keime)

Welche Regulierungen gibt es?

  • EU-weite Zulassungsverfahren für Konservierungsstoffe
    • Einsatz von Konservierungsstoffen nur dann, wenn sie in der Kosmetik-Verordnung gelistet (zugelassen) sind
    • Die Risikobewertung eines Stoffs erfolgt zuvor durch das Scientific Committee on Consumer Safety (SCCS)
    • Die Zulassung wird von der Europäischen Kommission erteilt
    • Konzentrationsbeschränkungen müssen eingehalten werden
    • Häufig werden Kombinationen von Konservierungsstoffen benutzt, da ein Stoff allein oft nicht in der Lage ist, das Wachstum aller relevanten Keime zu unterbinden

 Welche Parabene sind zugelassen?

  • Wie in Arznei- und Lebensmitteln sind einige Parabene als Konservierungsstoffe in kosmetischen Mitteln zugelassen:
    • Propyl- und Butylparaben
    • Methyl- und Ethylparaben sind bis zu einer Konzentration von 0,4 Prozent sicher
  • 2015 hat die EU-Kommission ihre Regeln für den Einsatz der Konservierungsstoffe verschärft:
    • Isopropylparaben, Isobutylparaben, Phenylparaben, Benzylparaben und Pentylparaben dürfen seitdem nicht in Kosmetika eingesetzt werden
    • Propylparaben und Butylparaben dürfen nicht mehr in nicht-abwaschbaren Kinderkosmetika (etwa Wundschutzcreme für den Babypo) zum Einsatz kommen. Die erlaubte Höchstkonzentration in Duschgelen und ähnlichen Produkten für Erwachsene wurde deutlich gesenkt auf 0,14 Prozent.

Welche Bedenken werden geäußert?

  • Unerwünschte Nebenwirkungen wie bspw. Allergien oder gesundheitliche Risiken
  • Eine britische Studie hat parabenhaltige Deos mit dem Auftreten von Brustkrebs in Verbindung gebracht.
  • Verdacht: Parabene könnten zumindest in bestimmten Konzentrationen in der Lage sein, das menschliche Hormonsystem zu beeinflussen.

Was sagen die Experten?

  • Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)
    • Von Parabenen in Kosmetika geht keine Gesundheitsgefahr aus
  • Wissenschaftliches Beratergremium der Europäischen Kommission (SCCS)
    • Parabene sind in ihren Konzentrationsgrenzen sicher
  • Allergenes Potential von Parabenen ist gering
    • Bisher wurde kein ursächlicher Zusammenhang zwischen Brustkrebs und Parabenen wissenschaftlich nachgewiesen
  • Parabene haben eine nur sehr schwache hormonähnliche Wirkung

INCI-Namen

  • Bezeichnungen mit den Wortbestandteilen Methylparaben, Ethylparaben, Butylparaben sowie Propylparaben

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